Terra Incognita

Wiedersehen

Alea lag nach wie vor schwer verwundet im Schacht und ohne entsprechende Heilmittel wäre es wohl kaum möglich ihm zu helfen. Rasten und ihn zu helfen wäre gewiss eine Möglichkeit gewesen, doch Tesarra wollte sich ob der Verletzung von Alea nicht aufhalten lassen und auch Amir war fest entschlossen alleine weiterzugehen, selbst wenn dies bedeutet, einen Gefährten alleine zurücklassen zu müssen. So entschieden sie sich also ohne Wenn und Aber weiter in das Gebäude vorzudringen, denn womöglich ließe sich auch dort ein Heilmittel für Alea finden und Amir’s Schwester.

So kletterten sie alle die Leiter hoch, einige dutzende Meter in die Höhe, um einen ersten Schritt in die Anlage zu setzen. Schnell wurde klar, dass es mit der Werkstätte, welche sie bereits betraten, wenig zu tun hat. Der Boden, die Wände als auch die Wände waren aus feinstem, weißen Marmor, steril und sauber. Weniger als eine Werkstätte als vielmehr wie ein Laboratorium, wirkte diese Einrichtung, und getaucht war sie in ein dumpfes, weißes Licht. Künstliche Lichter erheltten die Forschungsstätte nur punktuell und ein frischer Wind zog hindurch. Schnell wurde klar weshalb, denn weite Teile des Bodens waren aus Glas und erlaubten einen Blick in die Tiefe, doch an den meisten Stellen war das Glas bereits herausgebrochen. Nebst Marmor bedeckten unzählige Leichen, tote Körper, den Boden und große Blutlachen färbten die Stätte in Rot.

Während ihrer Erkundung stießen sie erneut auf arme Gestalten die offenkundig in Kontakt mit dem Aether gekommen waren und von ihrem einstigen Menschein war nur noch wenig übrig. In diversen Räumen lagerten so allerlei technische Gerätschaften, Papiere, Proben und alchemische Zutaten sowie manchen arkanen Gegenstand. Tiefer im Laboratorium, auf dem Krankenzimmer, fand Amir neben einigen sezierten Leichnamen zufälligerweise eine Tinktur welche gut geeignet schien um Alea erneut ins Leben zurückzuholen. So geschah es, und Alea schloss sich erneut ohne viele Worte zu verlieren dem Rest an. Unweit entfernt fanden sie in Büroräumen diverse Papiere welche Aufschluss über diesen Ort gaben, den Aether und die Personen welche in den Vorgängen verstrickt waren und so manch Name kam ihnen sehr vertraut vor.

Sie zogen weiter, doch ließ Tesarra es sich nicht nehmen, entgegen besten Wissen zuvor noch Halt vor einem gut abgeschlossenen Zimmer zu machen. Was auch immer sich dorthinter befand nahm ihn zur Kenntnis und gab sich größte Mühe die Tür zu zerschlagen und soviel war sicher; mit der Zeit würde die Tür, so massiv sie auch war, nachgeben. Weiter im Komplex behinderten mechanische Wächter ein weiteres Vorrücken und setzten einem jedem, aber vor allem Alea, stark zu. So langsam sie auch waren, so unnachgiebig waren sie auch und Alea gelang es sogar sich mit einer eigenen Kugel erneut an die Schwelle zum Tod zu befördern. Die Unentschlossenheit war groß und kaum einer wusste ernsthaft, wie diesen Kolossen beizukommen war und eine Flucht weiter in die Forschungsstätte hinein war unmöglich, denn ein großes Tor blockierte ihren Weg.

Einzig Amir schien von der Stärke der Automaten unbeeindruckt und hielt mit seiner eigenen Kraft entgegen und spätestens als er einen der beiden mechanischen Wächter mit einem einzigen Tritt in den Abgrund beförderte, packte ihn die Entschlossenheit und Stück für Stück drängte er auch den zweiten Apparatur immer näher an den Abgrund. Er musste große Kraft aufwenden doch als die Apparatur mit einem Bein am Abgrund stand hob Amir sogleich seines und mit einem festen Tritt gegen den Oberkörper beförderte er auch den zweiten gen Boden. Die Gefahr war damit gebannt und schnell stießen sie von dortan auf einen Kontrollraum, von wo aus sie die Energiequelle der Analage ausschalten konnten. So taten sie es und die große Pforte konnte geöffnet werden.

Sie fanden sich außerhalb auf einer großen Plattform, dutzende Meter über dem Boden, vor ihnen eine Art Luftschiff und in diesem Luftschiff? Nun, ein jugendliches Mädchen, etwas mitgenommen, doch sichtlich erleichtert als sie nicht nur Hilfe sondern vor allem auch ihren Bruder sah.

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Conhail

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