Terra Incognita

Unstimmigkeiten

Monate sind verstrichen, seit die Reisenden zuletzt die Insel verließen. Man ging allerlei Gewerbe nach, lebte nun eben sein Leben, so wie’s war. Gestört wurde der eingelaufene Trott durch gleich zwei sonderbare Ereignisse, wobei das kleinste zugleich das sonderbarste von beiden war. So begab es sich, dass Kiyanna in Begleitung gen Wald ging um zu jagen, oder auch sonst wie die Kühle des Waldes zu genießen. Unverhofft kam es nicht, dass sie einem anderen Jäger dort begegneten. Unverhofft kam es bloß, dass dieser gute Mann tot schien. Blaue Lippen und bleiche Haut ließen vermuten, dass er ertrunken war doch war ein Gewässer weit und breit nicht in Sicht. Ein Heiler wurde zu Rate gezogen doch wusste auch der kaum Rat, gleiches galt für einen Novizen der Magier, welcher Kiyanna in den folgenden Tagen im Wald bei Untersuchungen begleitete. Artjom vom Name, ein Novize dessen Unfähigkeit in der Magie einzig durch seine Unfähigkeit in jedem anderen Belange überboten wurde, doch nebst Kiyannas Hund immerhin eine passable Gesellschaft bot.

Zur gleichen Zeit ereignete es sich, dass Gesandschaft aus den Großen Städten auf der Insel einlief. Die Verhältnisse in den Großen Städten seien alamierend, berichtete man, seit dem ein Nachschub mit Aether nicht mehr gegeben sei. Ganze Stadtviertel von Hohenstädt wurden bereits gesperrt und auch darüber hinaus bahne sich eine Katastrophe in den Städten ein, welche auch die Insel zu spüren bekommen wird. Trotz Bemühen andere Energien zur Versorgung der Städte zu erforschen, müsse doch weiterhin der Aether für eine Zeit weiterhin genutzt werden. Mit diesem Ansinnen zogen Menschen der Großen Städten gen einer Region im weiteren Osten, ein Tal das ganz vom Aether geprägt sei, eine ganz und gar sonderbare Gegend, noch erfüllt von der Magie der Alten Völker. Eine glückliche Fügung, wäre es nicht zugleich eine angestammte Heimat mancher der Alten Völker, welche die menschlichen Anliegen wohl in keinsterweise teilen. Ein offener Konflikt droht, den abzuwenden die Insel gebeten wurde. Als Schiedsgericht sollen sie vermitteln, zwischen dem Anliegen der Menschen und den Wünschen der Alten Völker. Wohl kein leichtes Unterfangen, wenn denn überhaupt ein Kompromiss möglich scheint.

Man zog somit los, und ließ den Ertrunkenen im Wald Wasserleiche sei. Einige Woche, manchen Monat, zog sich die Reise ehe sie kurz vor Lichtung des Waldes auf einen alten, doch für andere ebenso unbekannten Bekannten trafen. Begleiten ließen sich die Reisenden von mancher Miliz der Insel, ebenso Artjom begab sich mit ihnen. Im Gepäck ein magischer Block Papier, welchen die Magiergilde mit auf Reisen schickte um in Kontakt zu bleiben. Wie dem auch sei, irrten die Reisenden im Wald umher, wohl sicher, dass sie lediglich der Straße folgen müssten, doch wandt sie sich nicht im dem Sinne, wie sie es hätte tun soll. Sie verlief im Kreis. Manch einer hätte sich an an frühere Erlebnisse erinnert, als erneut ein sonderbares Licht im Wald erschien, dass die Reisenden zu lotsen schien, auf eine Burg im Walde zu. Die Reisenden wurden erwartet, betraten die Burg und blickten in einen gewaltigen Saal, der von bekanntn Gesichtern gefüllt war. Zaid und Drakbron sah man, wie sie offenkundig bei einem alten Bekannten speisten. “Dorian”, stellte sich der Gastgeber vor, und wissend um das Ansinnen der Reisenden, äußerte er gleichwohl seine Bitte. Man möge das Ansinnen der Menschen unterstützen und den Aether erneut nutzbar machen, denn geradewohl der Aether in dieser Region, sei derart mächtig, dass er Dorians Forschung mehr als zuträglich wäre. Faerûn wieder zu begrünen, war sein Wunsch, und im Aether glaubte Dorian ein geeignetes Mittel zu sehen. So möge der Aether nicht nur Energie aus seiner Umwelt entziehen, gleichwohl müsse er sie doch auch wieder abgeben können. Die Reisenden schienen von Dorians Ansinnen wenig angetan, doch es stand nunmehr im Raum.

So kam man nun im Tal an, an dessen Eingang sich auch so manch anderer Reisender verirrte, wie wohl auch Baran, welcher – wie es der Zufall wollte! – gleichsam hier reiste. Ein Gesandter der Menschen überreichte den Reisenden noch eine Karte des Tals mit dem Wunsch, zur morgigen Unterredung zu erscheinen. Am nächsten Tag begab man sich so dann auf Reisen.

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Conhail

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