Terra Incognita

Im Westen was Neues

Eigentlich würde diese Episode unter der Überschrift Ein verregnter Nachmittag zu finden sein, wäre nicht doch eine Begegnung von statten gegangen. Die Verwicklungen der Dunkelelfen waren aufgedeckt und die Hoffnung bestand zuletzt, dass die Feindschaft auf der Insel damit ein vorzeitiges Ende gefunden haben mag. Unsicher begaben sich die Reisenden gen Westen, hielten zu auf den Tagebau, geschlagen aus rauen Staun, was wohl das Lager des Westens sein sollte. Ein Eingang war nicht erkennbar, doch bewaffnete Männer lukten zwischen den Steinen hervor, Rauch stieg etwas entfernter auf, sodass klar war, worauf sie sich einließen. Völlig unerwartet schien ihr Eintreffen jedenfalls nicht, zumindest wurden sie nicht zugleich attackiert sondern unter argwöhnischen Blick in das Lager geführt. Es dauerte nicht lange bis sie ihn in natura sahen. Einen Halbling der voller Selbstüberzeugung nur so strotzte, und vor schlechter Laune gleich dazu. Er hieß Miro.

Ein Blick durch das Lager genügte um die Ahnung zu bestätigen, dass Kinder, Alte und Kranke hier keinen Platz fänden. Zumeist sah man Männer, wehrhaft, dass war klar. Und die Frauen, nun, noch weit aus wehrhafter. Gesättigt schienen sie alle, gut ausgestattet gleichermaßen wenn auch weniger in der Anzahl. Es zeichnete sich schnell ab, dass hier eine besondere Art der Rechtsprechung galt, nämlich das Faustrecht. Wer stärker war sagte wo es lang ging, der Schwächere steckt ein und wartet auf seine Chance. Miro jedenfalls, obwohl auf dem ersten Blick von keiner imposanten Gestalt, wusste jedenfalls sich Respekt zu verschaffen und besaß zum Teil bestialische Formen der Selbstberuhigung, eine sadistische Ader die glatt einem Dunkelelfen hätte entstammen können. Mit welch Unbekümmertheit er tötete ließ erahnen in welchem Milleu er sich in Fearun einst umher trieb – der Respekt der ihm erwiesen wurde, gleichwohl, ließ erahnen, dass er gut in seinem Handwerk war. Das Gespräch war kurz und knapp, doch einigte man sich schnell. Abseits aller Uneinigkeit bestand doch ein gemeinsamer Wunsch, und zwar die Flucht von der Insel. Was darauf folgen mag, würde wohl die Zeit zeigen. Miro willigte ihn sich mit seinen Leuten dem Ausbrauch anzuschließen, zumindest sofern die Reisenden einen Plan vorlegen konnten, wie sie denn ausbrechen wollen. Als eine kleine Geste wurde ihnen zudem eine Lieferung überlassen; offenkundig Beute. Es wurde genommen was nützlich erschien, anderes liegen gelassen.

Als man am selben Tag erneut im Süden der Insel angelangt war, beriet man sich. Baran war klar, dass er die Insel nicht ohne Andenken verlassen mag. Ein großer Kampf würde wohl bevorstehen und der Wunsch seine eigenen Waffen zu schmieden, sei es auch mit Unterstützung, begleitete ihn schon lange. Material war rar und das, was in den Sinn kam, kaum zu tragen. Da fiehl es den Reisenden erneut ein, dass das Blaue Feuer nach wie vor mit zwei Prüfungen nur darauf wartet unterhalten zu werden. Was es am Ende auch immer für einen Nutzen bringen mag, es würde einen Nutzen bringen die Prüfungen erfolgreich zu bestehen. Und jede Art von Unterstützung schien ihnen nur recht zu sein. So entschloss man sich den Prüfungen bald zu stellen.

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Conhail

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